DSWI - Deutsche Sprachwissenschaft in Italien
TAGUNGEN Februar 2004 Februar 2006 Februar 2008 Februar 2010 Februar 2012
AKTEN DER TAGUNG 2008
GUTACHTERRAT

2010
4-6 Februar
Rundbrief 1 Rundbrief 2 Rundbrief 3 Tagungsgebühr Hotelliste
Programm/Zeitplan Plenum Sektionen
(Letzte Änderung: 4.2.10)
Programm/Zeitplan AGs
(Letzte Änderung: 4.2.10)
Warming-Up
Abstracts (Letzte Änderung: 09.1.10)  

Vorwort zum Band

Der vorliegende Band stellt die Vorträge zusammen, die auf der ersten Tagung “Deutsche Sprachwissenschaft in Italien” (Rom, 6.-7. Februar 2004) gehalten wurden. Veranstaltet wurde die Tagung von der Philosophischen Fakultät (Facoltà di Lettere e Filosofia)der Universität Rom “La Sapienza”, der Casa di Goethe als dem Zweigverein Rom der Gesellschaft für Deutsche Sprache und dem Istituto Italiano di Studi Germanici – in Zusammenarbeit mit dem Institut für Deutsche Sprache in Mannheim, dem Verband der italienischen Hochschulgermanisten (Associazione italiana di Germanistica AIG) und der Deutschen Botschaft Rom.

Die Veranstaltung unter der wissenschaftlichen Leitung und Koordination von Claudio Di Meola ist das Ergebnis der engen Zusammenarbeit von universitären und außeruniversitären Einrichtungen und hat den in Italien tätigen Linguistinnen und Linguisten die Möglichkeit gegeben zu einem näheren wissenschaftlichen Kennenlernen und zu einem vertiefenden Gedankenaustausch. Sie kann somit als Gründungstagung einer neuen, sich nach der jüngsten Universitätsreform konstituierenden Germanistischen Linguistik in Italien gelten.

Eröffnet wurde die Tagung von Guido Pescosolido, Dekan der Facoltà di Lettere e Filosofia der Universität Rom “La Sapienza”. Es folgten sodann einleitende Betrachtungen von Ursula Bongaerts, Direktorin der Casa di Goethe; Rudolf Hoberg, Vorsitzender der Gesellschaft für Deutsche Sprache; Paolo Chiarini, Direktor des Istituto Italiano di Studi Germanici; Domenico Mugnolo, Vorsitzender des Verbandes der italienischen Hochschulgermanisten; Betina Kern, Kulturattachée der Deutschen Botschaft Rom; Claudio Di Meola, Inhaber des Lehrstuhls für Deutsche Sprachwissenschaft an der Facoltà di Lettere e Filosofia der Universität Rom “La Sapienza”; Ludwig M. Eichinger, Direktor des Instituts für Deutsche Sprache, ließ ein Grußwort übermitteln.

Die Tagung sah neben acht Plenarvorträgen insgesamt 34 Vorträge in den verschiedenen Sektionen vor; hinzu kamen eine Postersession mit 13 Teilnehmenden sowie ein Forum für Mitteilungen. Die Plenarvorträge wurden zum einen von italienischen ForscherInnen gehalten (Antonie Hornung, Modena; Lorenza Rega, Triest; Carlo Serra Borneto, Rom), zum anderen von Gästen aus dem deutschsprachigen Raum: Hardarik Blühdorn (Mannheim), Rudolf Hoberg (Wiesbaden), Oskar Putzer (Innsbruck), Horst Sitta (Zürich) und Heinz Vater (Köln). Ihr Beitrag war wichtig, um den Dialog zwischen der sog. “Auslands-” und “Inlandsgermanistik” zu intensivieren.

Im Rahmen des Plenar-Forums wurden u.a. zwei neue Zeitschriften (daf-werkstatt, Universität Siena; per voi, Goethe-Institut Rom) vorgestellt. Außerdem hat Eva Neuland, Vorsitzende des Beirats Germanistik des DAAD, deutsch-italienische Kooperationsmöglichkeiten auf wissenschaftlichem und didaktischem Gebiet dargelegt.

Von den mündlichen Vorträgen zu den schriftlichen Beiträgen war es ein längerer Weg, denn jeder Aufsatz ist – im Rahmen des peer reviewing – in der Regel von zwei GutachterInnen beurteilt worden. Die Gutachten wurden, zusammen mit einer erläuternden Stellungnahme von uns Herausgebern, an die BeiträgerInnen weitergeleitet mit der Bitte um entsprechende Überarbeitung. Mitunter waren es lediglich kleinere Korrekturen, die vorgenommen werden mussten; in anderen Fällen war hingegen eine umfangreichere Revision notwendig.

Das Ergebnis dieses Prozesses sind insgesamt 42 Aufsätze, verteilt auf vier Sektionen: I) Linguistische Germanistik in Italien; II) Aspekte der deutschen Sprache und ihre Didaktisierung; III) Unterrichtsgestaltung und -materialien; IV) Translation.

Die erste Sektion hat einleitenden Charakter und enthält vor allem wissenschaftspolitische Überlegungen. In der zweiten Sektion werden verschiedene Gebiete der deutschen Sprache betrachtet, in erster Linie Phonologie und Morphologie, Syntax sowie Lexikon und Text. In diesen Studien spielt oftmals der kontrastiv-fremdsprachendidaktische Gesichtspunkt insofern eine Rolle, als beispielsweise Phänomene behandelt werden, die Lernschwierigkeiten oder Fehlerquellen darstellen. Die dritte Sektion ist dem Erwerb und der Didaktik des Deutschen als Fremdsprache gewidmet, wobei sowohl allgemein-theoretische Betrachtungen als auch Beschreibungen konkreter Unterrichtsprojekte ihren Platz finden. Die vierte Sektion geht verschiedenen übersetzungstheoretischen und -praktischen Fragen nach, die wegen ihres interkulturell-kontrastiven Charakters auch für die Inlandsgermanistik von besonderem Interesse sein dürften.

Insgesamt ist der Band ein Spiegel der thematischen Komplexität und Vielfalt unseres Faches, wobei nicht nur die “klassischen” Forschungsgebiete einer Auslandsgermanistik vertreten sind, sondern auch verschiedene Themenschwerpunkte nicht-angewandter Sprachwissenschaft.

Viele Personen haben zum Gelingen dieses Bandes beigetragen. Den GutachterInnen (innerhalb wie außerhalb des Gutachterrates) sei für ihre kompetente und zeitaufwändige Arbeit gedankt, den BeiträgerInnen für ihre Bereitwilligkeit zur Überarbeitung sowie für die Einhaltung der jeweiligen Abgabefristen. Für das gründliche Korrekturlesen möchten wir Verena Listl, Kasra Samii und Monika Troger danken. Unser besonderer Dank geht an Giuliana Todini vom Istituto Italiano di Studi Germanici, die bei der Herausgabe dieses Bandes uns stets sachkundig zur Seite stand.

Claudio Di Meola
Antonie Hornung
Lorenza Rega

Inhaltsverzeichnis

Organisator Sekretariat Orte Kontakt Webmaster